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  ENTSTEHUNGSGESCHICHTE  

 

Entstehungsgeschichte des Tiszakürti Arboretums

Das Tiszakürti Arboretum liegt direkt an der Tisza (Theiss). Ca. Mitte des 19. Jahrhunderts errichtete in der Gegend die Grafenfamilie Tige ein Jagdhaus, was Ihnen als ständiger Wohnsitz diente.
Graf Tige hatte nur eine Tochter namens Maria, der er alles vererbte. Graf József Bolza hatte einen Sohn, namens Péter. Dieser heiratete Maria, die Tochter des Grafen Tige.

Luftaufnahme über das Dorf Tiszakürt, das Arboretum und die Theiss in dem HintergrundEtwas später begradigte man das jahrhunderte alte Flussbett der Theiss und baute beidseitig Deiche. Dadurch legte man gleichzeitig die an den Theissufer liegenden Sümpfe trocken, was dem Grafen erhebliche Landgewinne brachte. Er hatte nun ein 17 ha grosses Gelände zur Anlage eines Parks zur Verfügung. Dies war zu dieser Zeit grosse Mode. Die Bewaldung an den Sumpfrändern (Eiche-Esche-Ulmen) durchforstete er. Die durch Trockenlegung der Sümpfe gewonnenen Flächen forstete er auf, wobei er auch auf grosse Wiesenflächen grossen Wert legte.


Entwässerungsgraben Graf Peter Bolza und seine Söhne: Pal und Jozsef
Zusätzlich zu dem Parkgelände gewann er grosse Ackerflächen, indem er das Land mit Entwässerungsgräben soweit trocken legte, dass diese Flächen landwirtschaftlich nutzbar waren und bis heute sind. Die diversen Entwässerungsgräben führte er auf dem Parkgelände zu einem Graben zusammen, der in einem Wassersammelbecken endet. Von dort wurde das Wasser in die Theiss gepumpt. Dies geschieht bis zum heutigen Tag so. Durch die Wasserführung in offenen Gräben entsteht ein für die Vegetation besonders förderliches Klima.


Péter Bolza und Mária hatten 5 Kinder. Der Sohn József erbte das Gebäude mit den Ländereien in Tiszakürt. Der Patenonkel des jüngsten Sohnes Pál hatte ein Gut in Szarvas. Dieses vererbte er seinem Neffen Pál. Dieser machte eine gleiche Parkanlage, die heute ebenfalls der Öffentlichkeit zugänglich ist.
Der Park in Tiszakürt war bis 1946 im Besitz der Grafen Bolza. Danach ging er in staatliches Eigentum über. Da sich nunmehr niemand um die Pflege des Parks kümmerte, verwilderte dieser. Erst 1961 besann man sich der Parkanlage und begann diese wieder in den ursprünglich gepflegten Zustand zu bringen. Man hat dann im Laufe der Jahre zusätzlich mehrere tausend Baumsetzlinge gepflanzt.


Im Jahr 1975 wurde der Park durch Grundstückszukauf um 10 ha erweitert und diese aufgefrostet.
Im Jahr 1985 interessierte sich das Naturkunde Museum in Budapest für die Parkanlage. Es entstandte die beiden Mitarbeiter Zsolt Debreczy und István Rácz. Sie haben sich um die Weiterentwicklung der Parkanlage gekümmert. Im Rahmen dieser Massnahme wurde weiteres Ackerland hinzu gekauft, so dass die Gesamtfläche heute 60 ha beträgt.


Auf diesem Gelände wurden Eicheln gesät. Hieraus sind mittlerweile 20-jährige Stieleichen (Quercus robur) entstanden. Dies wurde bewusst gemacht, um einerseits eine Bodenregenerierung zu erreichen und anderseits ein entsprechendes Klima für empfindlichere und teils aus anderen Ländern stammende Bäume in Zukunft anpflanzen zu können.
Seit 2001 ist die Parkanlage ein Naturschutzgebiet.

Stieleichen-Wälder

 

 

 

 

   
Erstellt von
Margit Beres
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